Linkverzeichnisse – gut oder schlecht?

Selbst in SEO-Kreisen ist die Nutzung von Linkverzeichnissen und Webkatalogen umstritten. Das Problem: Sie sind natürlich nicht der einzige, der dort verlinkt wird. Der Vorteil: Ein Link ist ein Link, oder?

Webkataloge verlinken entweder von sich aus oder anhand eingetragener Inhalte der Nutzer. Manchmal werden Links redaktionell geprüft, manchmal nicht. Besonders in Verzeichnissen ohne Prüfung kann das schnell dazu führen, dass Spammer diese Verzeichnisse automatisiert zumüllen. Solche Verzeichnisse verlieren schnell an Wert, weil die Suchmaschinen die hohe Anzahl und die hohe Änderungsfrequenz natürlich wahrnehmen.

Viele Suchmaschinen lassen auch die Anzahl der vorhandenen Links auf eine Seite in die Bewertung einfließen. Ob die verlinkende Website dabei selbst echten Inhalt hat, spielt hier eine untergeordnete Rolle. Die Anzahl der Links auf Ihre Website von verschiedenen anderen Domains kommend, ist dauer durchaus ein Bewertungskriterium für die Wichtigkeit Ihrer Site.

Aber: Links sind nicht alles. Links können die Bedeutung einer Website untermauern, müssen das aber nicht. Vor allem, wenn ein kompletter Webkatalog abgestraft wird, kann es sein, dass Ihnen ein Link verloren geht – das ist aber nicht so wild, denn Sie können sich in einem vernünftigen Maße auch anderweitig verlinken.

Natürlich gilt auch hier wie immer: Links sollten in einem passenden Zusammenhang (Context) auftauchen. Ein Link ohne erklärenden Text und Keywords ist kaum etwas wert.

Wenn Sie also Ihre Website in Webkataloge oder dergleichen eintragen möchten, achten Sie darauf, dass der gewählte Katalog moderiert wird. So haben Sie Gewissheit, dass andere den Katalog nicht missbrauchen und im schlimmsten Fall bei einer Herabwertung des ganzen Katalogs auch Ihre Sites betroffen sind.

Verknüpfen Sie Ihre Links mit richtigem Inhalt: kurze, Beschreibende Texte und die wichtigsten Keywords (zweistellige Zahlen sind schon zu groß!) gehören dazu.